Über eine halbe Million Menschen mussten in Berlin - damals ein zentraler Rüstungsstandort des Reiches - während des Zweiten Weltkriegs zu unterschiedlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Unter ihnen waren deutsche Juden, Roma und Sinti, Oppositionelle, aber vor allem Verschleppte aus all den Ländern, die die Wehrmacht okkupiert hatte, insbesondere aus dem Osten, und seit 1944 KZ-Häftlinge. Jede/r fünfte Beschäftigte in Berlin war 1944 Zwangsarbeiterin oder Zwangsarbeiter.

Allein im Berliner Bezirk Spandau mussten damals über 40.000 Menschen Zwangsarbeit leisten. Untergebracht größtenteils in Baracken, mussten sie häufig unter furchtbaren Bedingungen in der Rüstungsindustrie und in anderen privaten und öffentlichen Betrieben arbeiten. Etwa 100 Lager bestanden in Spandau, in Berlin mehr als 1000.

Um die Erinnerung an diesen Teil der NS-Geschichte, speziell an die Schicksale von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in Spandau und Falkensee, wach zu halten und dabei insbesondere junge Menschen einzubeziehen, hat sich unser Verein Anfang 2005 gegründet.

Und damit sich so etwas nie wiederholt.


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